Hospizarbeit bringt

in schweren Zeiten Farbe ins Leben

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„Hospizarbeit bringt in schweren Zeiten Farbe ins Leben.“

Dieser Satz mag zunächst irritieren, doch er ist uns allen in der ambulanten Hospizarbeit Herzensangelegenheit und Verpflichtung zugleich. Denn Hospizarbeit bringt immer auch Lebendiges, Bewegendes und Erfreuliches mit sich, schließlich versteht sie das Sterben als wichtigen Teil des Lebens. 

Schon seit mehr als 20 Jahren begleiten und entlasten wir, die mehr als 60 ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen e.V., Schwerkranke und Sterbende sowie deren Angehörige und Freunde in Hattingen, Witten und Teilen Sprockhövels. 

In dieser schweren, oft grau getrübten Lebenssituation unterstützen wir unheilbar kranke und sterbende Erwachsene in ihrem Wunsch, ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung sowie bewusst, individuell und stets ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechend zu verbringen.

 

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AKTUELLE TERMINE
Der Ambulante Hospizdienst (AHD)Witten-Hattingen startet am kommenden Dienstag, 3. Mai, einen neuen Vorbereitungskurs für Ehrenamtler im Hospizdienst.

Das Trauercafe findet voraussichtlich zu den beigefügten Terminen bis Ende Juni 2022
von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr
in der Lutherstraße 6 in Witten statt.

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Aktuelles

Sterbende bis zum Lebensende begleiten
Vorbereitungskurs für das Ehrenamt im Ambulanten Hospizdienst

Von Barbara Zabka

Der Ambulante Hospizdienst (AHD)Witten-Hattingen startet am kommenden Dienstag, 3. Mai, einen neuen Vorbereitungskurs für Ehrenamtler im Hospizdienst.
Sterben und Tod werden erst dann unmittelbar, wenn ein Mensch selbst oder Nahestehende betroffen sind. Das ist ein Phänomen, obwohl unser Leben ja von Anfang an endlich und begrenzt ist. Oftmals fällt es schwer, sich einem sterbenden Menschen einfühlsam zu nähern und den letzten Weg mit ihm zu teilen.

Für viele Betroffene und deren Angehörige ist die letzte Phase des Lebens eine Krisenzeit. Unsicherheit und Angst, Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein, Schmerzen und Isolation belasten alle sehr. Das Sterben als einen Teil des Lebens zu begreifen, bewusster mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer umzugehen – das ist der Grundgedanke der Hospizarbeit. Selbstbestimmung bis ans Lebensende steht bei der Arbeit des AHD stets im Mittelpunkt.

Zuwendung in dieser kräftezehrenden Zeit des Sterbens ist eine wohltuende Hilfe. Intensive Gespräche und Erfahrungsaustausch zu grundsätzlichen Fragen des Lebens werden bedeutsam. Engagierte, ehrenamtliche HospizlerInnen stehen den Betroffenen und den Angehörigen zur Seite, damit bis zum letzten Atemzug ein menschenwürdiges Leben und Sterben möglich ist.

Der Vorbereitungskurs bietet Raum und Zeit für die persönliche Auseinandersetzung mit Sterben, Tod, Krankheit und Trauer. Geschult wird die einfühlsame Gesprächsführung in Krankheits- und Trauerprozessen. Es gibt hilfreiche Informationen zur Palliativen Versorgung und Tipps zu praktischen Handreichungen, die das Leben erleichtern.

Darüberhinaus sind Besuche bei pflegebedürftigen Menschen und ein Vertiefungskurs geplant. Alle Einsätze werden selbstverständlich von erfahrenen Kräften fachlich begleitet. Teilnahmebedingungen sind die gesetzlichen Hygieneschutzvorschriften aufgrund der Pandemie. Die Kursgebühr beträgt 100 Euro. Die Schulung dauert von Anfang Mai bis Oktober. Es sind noch einige Plätze frei. Denn: Leben bis zuletzt – ist es nicht das, was wir alle wollen?
Es sind noch einige Plätze frei.

Weitere Informationen beim Regionalbüro Witten unter 0174 97 26 26 5 oder ahd@diakonie-ruhr.de und beim Regionalbüro Hattingen 0174 97 97 02 9 oder AHD-Hattingen@gmx.de. Ansprechpartner sind Andrea Glaremin, Susanne Gramatke, Silvia Kaniut und Volker Westheider.

 

 

 

Von Barbara Zabka

„Fragen zum Tod und Antworten für das Leben“ standen im Mittelpunkt einer Projektwoche an der Grundschule Rüdinghausen in Witten. Das Projekt „Hospiz macht Schule“ steht dort in jedem Schuljahr auf dem Stundenplan der Viertklässler. Organisiert und betreut wird dieses außergewöhnliche Unterrichtsangebot vom Ambulanten Hospizdienst (AHD) Witten/Hattingen.
Bunte Plakate, Bilder von Kinderhand, farbige Luftballons und Porträts aus dem Familienalbum schmücken den Klassenraum der Klasse 4 b. Es dreht sich in diesen Tagen alles um ein ernstes, aber sehr wichtiges Thema. In kleinen Gruppen erfahren die Zehnjährigen ganz viel vom „Werden und Vergehen, vom Trauern und Trösten.“
Statt mit Rechnen und Schreiben stehen beschäftigen sich die Kinder mit sehr viel tiefergehenden Themen. Jeder Tag hat einen eigenen „Baustein“: Werden und Vergehen, Krankheit und Lied, Sterben und Tod, Traurig sein, sowie Trost und Trösten. Und jeder Baustein hat einen geschulten Hospiz-Mitarbeitenden als vertauensvolle Kontaktperson.
Rund zehn Ehrenamtler der AHD bringen den Kinder die abstakten Themen kindlich aufbereitet und verständlich näher.Aufgeteilt in Kleingruppen haben die Kinder die Möglichkeit, sich einander zu öffnen und über ihre eigenen Gefühle, Ängste, Sorgen und Trauer zu sprechen.
„Es ist eine wichtige Erfahrung, dass wir hier lernen können, über all die Dinge, die sonst gerne tot geschwiegen werden, offen zu sprechen,“ erzählt Marietta (10). „Und auch dass wir versuchen können, unsere Gefühle kreativ auszudrücken. Wir malen, basteln, und pflanzen gleich noch etwas.“
„Das ist absolut kein kindliches Thema, was in dieser Woche auf dem Stundenplan steht“, meint Oskar (9) nachdenklich und bemalt unverdrossen seinen Blumentopf weiter. Gleich pflanzt er neues Leben in die Erde. Dieses neue Leben wird eine Stangenbohne für den Schulgarten sein. Oskar erzeählt von eigenen Traurig-Sein-Erlebnissen. „Als meine Uroma gestorben ist, da war ich gerade sechs. Ich war so unendlich traurig. Aber jetzt habe ich gelernt, dass das Leben immer weiter geht.“
Ziel des Projektes ist es, den Kindern Wege aufzuzeigen, mit kritischen Situationen beim Abschiednehmen umzugehen. „Traurig sein gehört dazu“, meint Hospizlerin Beate Achtelik. „Aber traurig sein heisst auch, nach vorne zu blicken.“ Bunte Bänder haben die KInder zu Wochenbeginn zu einem langen Seil zusammengebunden. Dieses Seil verbindet alle jeden Tag aufs Neue – wie Bergwanderer bei einer Seilschaft.
„Hospiz macht Schule“ gibt es beim AHD seit mittlerweile 10 Jahren. Die Bruchfeldschule in der Hattinger Südstadt gehörte damals zu den Pionieren“ und sie ist bis heute dabei. In Witten hat neben der Rüdinghauser Grundschule auch die Harkortschuke das Projekt fest in den Lehrplan eingebaut. Mehr Infos unter: www. hospizmachtschule.de.

 

 

 

Von Barbara Zabka

Hospiz-Sterne in leuchtenden Farben und unterschiedlichen Größen haben Beate Achtelik, Monika Ehlers und Sevda Sciacca vom Ambulanten Hospizdienst Witten Hattingen hat in der Adventszeit im Erdgeschoß des Reschop-Carrés verkauft. Die dekorativen Sterne und die kleinen Bäumchen haben ehrenamtliche Mitarbeitende des Vereins in ungezählten Stunden im Holschentor aus Papier gefaltet. Nach Absprache kann man dort übrigens auch jetzt noch weitere Hospiz-Sterne erwerben. Schon beinahe traditionell ist der Ambulante Hospizdienst zur Vorweihnachtszeit im Reschop vertreten.

 

 

 

Von Barbara Zabka

Aus der aktiven Vorstandsarbeit für den Ambulanten Hospizdienst (AHD) Witten/Hattingen hat sich Dr. Klaus-Peter Liere (85) zurückgezogen. Bei der letzten Mitgliederversammlung stellte Liere sich nicht mehr zur Wahl, weil er die Geschicke des Vereins künftig der jüngeren Generation überlassen möchte. Beratend und konstruktiv wird er dem Verein jedoch weiterhin zur Seite stehen.
Dr. Klaus-Peter Liere ist zwar kein Gründungsmitglied, aber er war von Anfang an dabei. Engagiert hat er die Idee des Ambulanten Dienstes vorangebracht. „Hospiz war mir über meine Kontakte nach England immer ein Begriff. Ambulant ist die englische Variante von Hospiz. Die Idee war einfach mein Ding“, erzählt er im Gespräch. „Als Internist auf der Intensivstation am Evangelischen Krankenhaus verstand ich mich als Brücke zwischen Ärzteschaft und Hospizdienst.“
Auf der Intensivstation hatte Liere es oft mit schwerstkranken Menschen zu tun. Und machte dabei die Erfahrung, dass Sterbende häufig unvorbereitet und allein in den Tod gehen. So unterstützte er von Anfang an die Pläne für einen Ambulanten Hospizdienst. Um die Idee in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, hielt er theoretische Vorträge und berichtete über seine praktischen Erfahrungen.
Acht Jahre war Liere Oberarzt im Evangelischen Krankenhaus. Von 1979 bis zum Ruhestand im Jahr 2004 praktizierte er als niedergelassener Arzt im Herzen von Annen. „Als Hausarzt habe ich oft Sterbende daheim besucht“, erzählt das scheidende Vorstandsmitglied. „Sterben war lange Zeit nicht gesellschaftsfähig. Sogar manche Märchen waren verpönt, wenn dort jemand stirbt. Dabei war Sterbebegleitung immer schon wichtig. Denn die Medizin kann bis heute längst nicht alles.“
Der Hospizdienst ersetzt allerdings nicht die Pflege – wie es viele Menschen irrtümlich vermuten. „Die Arbeit des AHD ist Laienarbeit, die Ehrenamtler leisten weder medizinische noch pflegerische Versorgung“, betont der bekannte Wittener Arzt. „Dafür gibt es die Pflegedienste und das Palliativnetzwerk. Wir Hospizler wollen für vertraute Geborgenheit sorgen.“
In seiner Freizeit will sich Liere künftig am Institut für Medizingeschichte der Ruhr-Universität Bochum engagieren „Medizingeschichte geht immer“, meint er lachend. Schließlich war das auch schon Thema seiner Promotion.
Der gebürtige Berliner verbrachte seine Kindheit in Österreich, ging im Ruhrgebiet zur Schule, studierte in Tübingen und lebt seit 1970 in Witten. Im Jahr 1962 heiratete er seine Gattin Ulrike. Sie haben drei Kinder – Karsten, Heinke und Elke. Seine Hobbys sind der Garten, Kunst und Druckgrafiken aus eigener Werkstatt.

 

 

 

Von Barbara Zabka

Gut besucht war die Info-Veranstaltung des Ambulanten Hospizdienstes und des Fördervereins vom Elisabeth-Hospiz aud dem Hospiz-Gelände an der Haupstraße. Rund 120 Besucher waren gekommen, um sich über konkrete Angebote einer hospizlichen Begleitung und der palliativen Versorgung zu informieren.

Das Thema „Lebensende“ und „Sterben in Würde“ war ein Thema, zu dem vor allen Dingen ältere Gäste viele Fragen hatten. Diese Fragen, die sie immer schon mal stelllen wollten, fanden beim Welthospiztag Gehör und eine Antwort. Renate Scholz (83) ist eine von ihnen. „Ich will möglichst lange daheim bleiben, auch wenn es mir schlecht geht“, meint sie nachdenklich. „Noch ist es nicht soweit – aber das kann ja schnell gehen.“

Erika Spartz (71) denkt noch einen Schritt weiter. „Ich habe verzweifelt versucht, für meinen Mann Arno einen Platz im Elisabeth-Hospiz zu bekommen, damit er nicht im Krankenhaus sterben muss“, erinnert sie sich. „Aber der Tod war schneller und Arno musste allein in der Klinik sterben.“ Aus diesem Grunde ist sie jetzt auf der „Warteliste“ bei Elisabeth.
Gut zwei Dutzend freiwillige und ehrenamtliche Helfer sind am Welthospiztag am Infostand im Einsatz. Und immer wieder ist zu hören – „Hospiz ist nicht zwangsläufig die Endstation.“ Begleitung und Hilfe durch die „Hospizler“ kann für die Betroffenen und die Angehörigen eine große Erleichterung sein.

Fragen zur Hospizarbeit im allgemeinen und rund ums Thema Ehrenamt wurden ebenso beantwortet wie auch die Schlüsselfrage: Wie gehe ich mit letzten Wünschen am Lebensende um? In gelockerter Atmosphäre bei Bratwurst oder Kuchen kamen die Besucher der Idee „Leben!Bis zum Schluss“ gedanklich ein Stück näher.
Haben sie doch erfahren, dass Hospiz – ambulant oder stationär – die Möglichkeit gibt, die letzte Lebenszeit nach eigenen Wünschen zu verbingen – würdevoll und selbstbestimmt. Denn die Hospizmitarbeiter haben gelernt, genau hinzuhören und Zeit mitzubringen und einfühlend jeden Einzelnen zu begleiten.

 

 

Von Barbara Zabka

Gut besucht war der traditionelle Info-Stand zum „Welthospiztag“ des Ambulanten Hospizdienstes (AHD) Witten/Hattingen im Foyer des Einkaufzentrums Reschop-Carree. Zahlreiche Passanten blieben stehen, um sich über konkrete Angebote einer hospizlichen Begleitung und der palliativen Versorgung zu informieren vor Ort zu informieren.

Das Thema „Lebensende“ und „Sterben in Würde“ war ein Thema, zu dem vor allen Dingen ältere Menschen viele Fragen hatten. Fragen, die sie immer schon mal stelllen wollten, fanden beim Welthospiztag Gehör und eine Antwort. Renate Scholz (83) ist eine von ihnen. „Ich will möglichst lange daheim bleiben, auch wenn es mir schlecht geht“, meint sie nachdenklich. „Noch ist es nicht soweit – aber das kann ja schnell gehen.“

Erika Spartz (71) denkt noch einen Schritt weiter. „Ich habe verzweifelt versucht, für meinen Mann Arno einen Platz im Wittener Elisabeth-Hospiz zu bekommen, damit er nicht im Krankenhaus sterben muss“, erinnert sie sich. „Aber der Tod war schneller und Arno musste allein in der Klinik sterben.“ Aus diesem Grunde ist sie jetzt auf der „Warteliste“ bei Elisabeth.

Geduldig und einfühlsam stehen Beate Achtelik, Monika Eilers und Heike Uphues am Info-Stand Rede und Antwort. Und immer wieder ist zu hören – „Hospizarbeit ist nicht zwangsläufig die Endstation.“ Begleitung und Hilfe durch die „Hospizler“ kann für die Betroffenen und die Angehörigen schließlich in den eigenen vier Wänden eine große Erleichterung sein.

Fragen zur Hospizarbeit im allgemeinen und rund ums Thema Ehrenamt konnten die Fachfrauen ebenso beantworten wie auch die Schlüsselfrage: Wie gehe ich mit letzten Wünschen am Lebensende um? In guten Gesprächen unter vier Augen kamen sie der Idee „Leben!Bis zum Schluss“ gedanklich ein Stück näher.

Haben sie doch erfahren, dass Hospiz die Möglichkeit gibt, die letzte Lebenszeit nach eigenen Wünschen zu verbingen – würdevoll und selbstbestimmt. Denn die Hospizmitarbeiter haben gelernt, genau hinzuhören, Zeit mitzubringen und einfühlend jeden Einzelnen zu begleiten.

Selbstverständlich hatte das Damen-Trio vom AHD auch die beliebten gefalteten Hospizsterne mitgebracht, die im Dezember im Reschop-Carré zugunsten des Projekts „Hospiz macht Schule“ verkauft werden. Gefaltet werden die Sterne übrigens montags im Holschentor.