Hospizarbeit bringt

in schweren Zeiten Farbe ins Leben

Hospizarbeit bringt

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„Hospizarbeit bringt in schweren Zeiten Farbe ins Leben.“

Dieser Satz mag zunächst irritieren, doch er ist uns allen in der ambulanten Hospizarbeit Herzensangelegenheit und Verpflichtung zugleich. Denn Hospizarbeit bringt immer auch Lebendiges, Bewegendes und Erfreuliches mit sich, schließlich versteht sie das Sterben als wichtigen Teil des Lebens. 

Schon seit mehr als 20 Jahren begleiten und entlasten wir, die mehr als 60 ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen e.V., Schwerkranke und Sterbende sowie deren Angehörige und Freunde in Hattingen, Witten und Teilen Sprockhövels. 

In dieser schweren, oft grau getrübten Lebenssituation unterstützen wir unheilbar kranke und sterbende Erwachsene in ihrem Wunsch, ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung sowie bewusst, individuell und stets ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechend zu verbringen.

 

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WELTHOSPIZTAG am Samstag, 09. Oktober 2021

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Aktuelles

Von Barbara Zabka

Aus der aktiven Vorstandsarbeit für den Ambulanten Hospizdienst (AHD) Witten/Hattingen hat sich Dr. Klaus-Peter Liere (85) zurückgezogen. Bei der letzten Mitgliederversammlung stellte Liere sich nicht mehr zur Wahl, weil er die Geschicke des Vereins künftig der jüngeren Generation überlassen möchte. Beratend und konstruktiv wird er dem Verein jedoch weiterhin zur Seite stehen.
Dr. Klaus-Peter Liere ist zwar kein Gründungsmitglied, aber er war von Anfang an dabei. Engagiert hat er die Idee des Ambulanten Dienstes vorangebracht. „Hospiz war mir über meine Kontakte nach England immer ein Begriff. Ambulant ist die englische Variante von Hospiz. Die Idee war einfach mein Ding“, erzählt er im Gespräch. „Als Internist auf der Intensivstation am Evangelischen Krankenhaus verstand ich mich als Brücke zwischen Ärzteschaft und Hospizdienst.“
Auf der Intensivstation hatte Liere es oft mit schwerstkranken Menschen zu tun. Und machte dabei die Erfahrung, dass Sterbende häufig unvorbereitet und allein in den Tod gehen. So unterstützte er von Anfang an die Pläne für einen Ambulanten Hospizdienst. Um die Idee in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, hielt er theoretische Vorträge und berichtete über seine praktischen Erfahrungen.
Acht Jahre war Liere Oberarzt im Evangelischen Krankenhaus. Von 1979 bis zum Ruhestand im Jahr 2004 praktizierte er als niedergelassener Arzt im Herzen von Annen. „Als Hausarzt habe ich oft Sterbende daheim besucht“, erzählt das scheidende Vorstandsmitglied. „Sterben war lange Zeit nicht gesellschaftsfähig. Sogar manche Märchen waren verpönt, wenn dort jemand stirbt. Dabei war Sterbebegleitung immer schon wichtig. Denn die Medizin kann bis heute längst nicht alles.“
Der Hospizdienst ersetzt allerdings nicht die Pflege – wie es viele Menschen irrtümlich vermuten. „Die Arbeit des AHD ist Laienarbeit, die Ehrenamtler leisten weder medizinische noch pflegerische Versorgung“, betont der bekannte Wittener Arzt. „Dafür gibt es die Pflegedienste und das Palliativnetzwerk. Wir Hospizler wollen für vertraute Geborgenheit sorgen.“
In seiner Freizeit will sich Liere künftig am Institut für Medizingeschichte der Ruhr-Universität Bochum engagieren „Medizingeschichte geht immer“, meint er lachend. Schließlich war das auch schon Thema seiner Promotion.
Der gebürtige Berliner verbrachte seine Kindheit in Österreich, ging im Ruhrgebiet zur Schule, studierte in Tübingen und lebt seit 1970 in Witten. Im Jahr 1962 heiratete er seine Gattin Ulrike. Sie haben drei Kinder – Karsten, Heinke und Elke. Seine Hobbys sind der Garten, Kunst und Druckgrafiken aus eigener Werkstatt.

 

 

 

Von Barbara Zabka

Gut besucht war die Info-Veranstaltung des Ambulanten Hospizdienstes und des Fördervereins vom Elisabeth-Hospiz aud dem Hospiz-Gelände an der Haupstraße. Rund 120 Besucher waren gekommen, um sich über konkrete Angebote einer hospizlichen Begleitung und der palliativen Versorgung zu informieren.

Das Thema „Lebensende“ und „Sterben in Würde“ war ein Thema, zu dem vor allen Dingen ältere Gäste viele Fragen hatten. Diese Fragen, die sie immer schon mal stelllen wollten, fanden beim Welthospiztag Gehör und eine Antwort. Renate Scholz (83) ist eine von ihnen. „Ich will möglichst lange daheim bleiben, auch wenn es mir schlecht geht“, meint sie nachdenklich. „Noch ist es nicht soweit – aber das kann ja schnell gehen.“

Erika Spartz (71) denkt noch einen Schritt weiter. „Ich habe verzweifelt versucht, für meinen Mann Arno einen Platz im Elisabeth-Hospiz zu bekommen, damit er nicht im Krankenhaus sterben muss“, erinnert sie sich. „Aber der Tod war schneller und Arno musste allein in der Klinik sterben.“ Aus diesem Grunde ist sie jetzt auf der „Warteliste“ bei Elisabeth.
Gut zwei Dutzend freiwillige und ehrenamtliche Helfer sind am Welthospiztag am Infostand im Einsatz. Und immer wieder ist zu hören – „Hospiz ist nicht zwangsläufig die Endstation.“ Begleitung und Hilfe durch die „Hospizler“ kann für die Betroffenen und die Angehörigen eine große Erleichterung sein.

Fragen zur Hospizarbeit im allgemeinen und rund ums Thema Ehrenamt wurden ebenso beantwortet wie auch die Schlüsselfrage: Wie gehe ich mit letzten Wünschen am Lebensende um? In gelockerter Atmosphäre bei Bratwurst oder Kuchen kamen die Besucher der Idee „Leben!Bis zum Schluss“ gedanklich ein Stück näher.
Haben sie doch erfahren, dass Hospiz – ambulant oder stationär – die Möglichkeit gibt, die letzte Lebenszeit nach eigenen Wünschen zu verbingen – würdevoll und selbstbestimmt. Denn die Hospizmitarbeiter haben gelernt, genau hinzuhören und Zeit mitzubringen und einfühlend jeden Einzelnen zu begleiten.

 

 

Von Barbara Zabka

Gut besucht war der traditionelle Info-Stand zum „Welthospiztag“ des Ambulanten Hospizdienstes (AHD) Witten/Hattingen im Foyer des Einkaufzentrums Reschop-Carree. Zahlreiche Passanten blieben stehen, um sich über konkrete Angebote einer hospizlichen Begleitung und der palliativen Versorgung zu informieren vor Ort zu informieren.

Das Thema „Lebensende“ und „Sterben in Würde“ war ein Thema, zu dem vor allen Dingen ältere Menschen viele Fragen hatten. Fragen, die sie immer schon mal stelllen wollten, fanden beim Welthospiztag Gehör und eine Antwort. Renate Scholz (83) ist eine von ihnen. „Ich will möglichst lange daheim bleiben, auch wenn es mir schlecht geht“, meint sie nachdenklich. „Noch ist es nicht soweit – aber das kann ja schnell gehen.“

Erika Spartz (71) denkt noch einen Schritt weiter. „Ich habe verzweifelt versucht, für meinen Mann Arno einen Platz im Wittener Elisabeth-Hospiz zu bekommen, damit er nicht im Krankenhaus sterben muss“, erinnert sie sich. „Aber der Tod war schneller und Arno musste allein in der Klinik sterben.“ Aus diesem Grunde ist sie jetzt auf der „Warteliste“ bei Elisabeth.

Geduldig und einfühlsam stehen Beate Achtelik, Monika Eilers und Heike Uphues am Info-Stand Rede und Antwort. Und immer wieder ist zu hören – „Hospizarbeit ist nicht zwangsläufig die Endstation.“ Begleitung und Hilfe durch die „Hospizler“ kann für die Betroffenen und die Angehörigen schließlich in den eigenen vier Wänden eine große Erleichterung sein.

Fragen zur Hospizarbeit im allgemeinen und rund ums Thema Ehrenamt konnten die Fachfrauen ebenso beantworten wie auch die Schlüsselfrage: Wie gehe ich mit letzten Wünschen am Lebensende um? In guten Gesprächen unter vier Augen kamen sie der Idee „Leben!Bis zum Schluss“ gedanklich ein Stück näher.

Haben sie doch erfahren, dass Hospiz die Möglichkeit gibt, die letzte Lebenszeit nach eigenen Wünschen zu verbingen – würdevoll und selbstbestimmt. Denn die Hospizmitarbeiter haben gelernt, genau hinzuhören, Zeit mitzubringen und einfühlend jeden Einzelnen zu begleiten.

Selbstverständlich hatte das Damen-Trio vom AHD auch die beliebten gefalteten Hospizsterne mitgebracht, die im Dezember im Reschop-Carré zugunsten des Projekts „Hospiz macht Schule“ verkauft werden. Gefaltet werden die Sterne übrigens montags im Holschentor.