Was wir tun

Durch eine qualifizierte und intensive Begleitung wollen wir unheilbar Kranke und Sterbende in ihrem Wunsch unterstützen, ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung und möglichst schmerzfrei, bewusst und selbstbestimmt zu verbringen.

  • Unsere speziell geschulten Hospizhelferinnen und -helfer besuchen Erkrankte stundenweise zuhause, im Krankenhaus oder in einer stationären Einrichtung der Senioren- und Behindertenhilfe – sowohl in Hattingen, Witten und Teilen Sprockhövels.
  • Wir entlasten, hören zu, schenken Zeit und Zuwendung, machen Mut, lassen Fragen und auch Schweigen zu. Denn Menschen – Erkrankte und Angehörige – brauchen in dieser Zeit des Lebens vor allem eins: Menschen, die in dieser schweren Krisenzeit da sind.
  • Wir unterstützen ehrenamtlich, unentgeltlich und unterliegen der Schweigepflicht.
  • Wir helfen und begleiten unabhängig von Religion, Herkunft und sozialer Situation.
  • Pflegerische oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten gehören nicht zu unseren Aufgaben. Wir arbeiten jedoch in engem Austausch mit Pflegediensten, Pflegeeinrichtungen, Ärzten, Seelsorgern, Krankenhäusern oder auch dem stationären St. Elisabeth Hospiz Witten.
    Wir sind Kooperationspartner im „Palliativnetz Witten e. V.“ und im „Palliativnetzwerk EN-Süd und Hattingen e. V.“
  • Unsere Begleitung ist kostenfrei.

Unsere speziellen Angebote

Schwarzbunte Zeiten

Begleitung für Kinder schwerstkranker Eltern 

Wenn ein Elternteil schwerstkrank ist, gerät das Leben der ganzen Familie aus den Fugen. Auch das der Kinder. Denn sie spüren, wenn das Leben seinen gewohnten Gang verliert. Sie sind verunsichert, machen sich Gedanken und Sorgen, haben Schuldgefühle. Ein Kind hat viele Fragen, aber oftmals die Scheu, diese Frage zu stellen. 

  • Bin ich schuld an Mamas Krankheit?
  • Warum kann Papa nicht mehr mit mir toben?
  • Werde ich auch einmal so krank?
  • Was werden meine Freunde dazu sagen?
  • Darf ich überhaupt noch lachen?

Kinder brauchen Antworten. Wir möchten helfen, sie ihnen zu geben. Unsere speziell geschulten Hospizhelferinnen und Hospizhelfer besuchen die Kinder stundenweise und bringen Zeit zum Zuhören, miteinander Reden und Spielen mit. Dabei orientieren wir uns soweit wie möglich an den individuellen Wünschen der Kinder. 

Oftmals fällt es Kindern leichter, mit Außenstehenden unbefangen zu spielen und ausgelassen zu sein. Und dann fällt es ihnen meist auch leichter, Fragen zu stellen und Ängste zu zeigen. 

Wir verstehen unsere Begleitung als Entlastung für schwerstkranke Eltern und deren Kinder. 

Ansprechpartnerinnen sind alle vier Koordinatorinnen.

Hospiz macht Schule & Hospiz macht Schule weiter ...

Leben und Sterben, Tod und Trauer auf dem Stundenplan einer Schule? Alles andere als ein einfacher Stoff, aber einer, den viele Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse und mit Leichtigkeit bewältigen. Schließlich werden sie dabei von speziell geschulten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen e.V. intensiv begleitet. Ziel der beiden Projekte „Hospiz macht Schule“ (für Grundschüler) sowie „Hospiz macht Schule weiter…“ (für weiterführende Schulen und Berufsschulen) ist es zu vermitteln, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind.

Hospiz macht Schule: Seit 2012 führt der Ambulante Hospizdienst Witten-Hattingen jährlich zwei bis drei Projekte an Grundschulen im Ennepe-Ruhr-Kreis durch. Das Projekt richtet sich vornehmlich an Kinder der 3. und 4. Klassen. Mindestens fünf ehrenamtliche, erfahrene Hospizhelferinnen und Helfer gehen dazu für fünf Tage gemeinsam als Team in eine Schulklasse. In Kleingruppen kommen die Kinder ausreichend zu Wort und können ihre Fragen in diesem geschützten Rahmen offen stellen.

Die Projektwoche hat an jedem Tag einen neuen Themenschwerpunkt:

  1. Tag: Werden und Vergehen – Wandlungserfahrungen
  2. Tag: Krankheit und Leid
  3. Tag: Sterben und Tod
  4. Tag: Vom Traurig-Sein
  5. Tag: Trost und Trösten

Die Themenschwerpunkte werden den Grundschülerinnen und Grundschülern sach- und altersangemessen mit Geschichten, Bilderbüchern und Filmausschnitten nahe gebracht. Die Auseinandersetzung erfolgt in Kleingruppen. Es entstehen Collagen, pantomimisch werden eigene Gefühle bei Krankheit dargestellt. Fantasiereisen, Meditationen sowie der Umgang mit Farben und Musik ergänzen das konkrete Handeln der Kinder. Die Kinder lernen darüber hinaus auch Jenseitsvorstellungen anderer Religionen kennen. Die Ergebnisse der einzelnen Tage werden bei einem Abschlussfest am letzten Tag den Eltern präsentiert.

Ansprechpartnerinnen sind alle vier Koordinatorinnen.

Hospiz macht Schule weiter …: Seit kurzem gibt es das Projekt „Hospiz macht Schule weiter“, das sich gezielt an Jugendliche, ihre Eltern und Lehrende in weiterführenden Schulen und Berufsschulen richtet. Anders als die einwöchige Projektwoche an Grundschulen ist hier nicht nur die Laufzeit kürzer. Das Besondere ist, dass die Jugendlichen die Inhalte teilweise selbst erarbeiten. Zudem werden Lehrer speziell geschult, so dass langfristig ein Krisenmanagementteam an den jeweiligen Schulen aufgebaut werden kann.

Ansprechpartnerin ist Silvia Kaniut, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen, die Sie unter 0174 – 9 79 70 29 erreichen.

 

Trauercafé

Nicht alleine sein, über seine Trauer sprechen, sich mit Gleichgesinnten austauschen, Unterstützung durch hilfreiche Gespräche finden: Dies ist das Ziel des Trauercafés, das wir in Kooperation mit dem „Verein für Trauerarbeit“ seit 2012 in Witten anbieten. 

Wir begleiten Sie gern in einem geschützten und vertrauensvollen Rahmen in Ihrer Trauer und bieten Ihnen zweimal im Monat die Möglichkeit zum Austausch und Gespräch in einer offenen Gruppe, die von unseren erfahrenen Trauerbegleiterinnen geleitet wird. 

Das Trauercafé Witten finden Sie im Zentrum für Kinder- und Jugend-Trauerarbeit, Lutherstraße 6,
an jedem 2. und 4. Dienstag im Monat von 10 bis 11.30 Uhr. 

Jede und jeder ist herzlich willkommen. Das kostenlose Angebot bedarf keiner Anmeldung. 

Ansprechpartner: Regionalbüro Witten

 

 

Hospizhelfer mit Hund

Nicht nur unsere mehr als 60 ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und Helfer begleiten schwer Kranke und Sterbende auf ihrem letzten Weg. Trost und Anregung kommt bei uns auf Wunsch auch auf vier Pfoten daher: Denn zwei Hospizhelferinnen haben speziell ausgebildete Hunde, die sie auf Wunsch der Betroffenen gerne bei ihren Besuchen mitbringen. 

Der Besuchsdienst mit Hund ist offen für alle, Interessierte können sich gerne bei unseren vier Koordinatorinnen melden.