Was wir tun
Durch eine qualifizierte und intensive Begleitung wollen wir unheilbar Kranke und Sterbende in ihrem Wunsch unterstützen, ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung und möglichst schmerzfrei, bewusst und selbstbestimmt zu verbringen.
- Unsere speziell geschulten Hospizhelferinnen und -helfer besuchen Erkrankte stundenweise zuhause, im Krankenhaus oder in einer stationären Einrichtung der Senioren- und Behindertenhilfe – sowohl in Hattingen, Witten und Teilen Sprockhövels.
- Wir entlasten, hören zu, schenken Zeit und Zuwendung, machen Mut, lassen Fragen und auch Schweigen zu. Denn Menschen – Erkrankte und Angehörige – brauchen in dieser Zeit des Lebens vor allem eins: Menschen, die in dieser schweren Krisenzeit da sind.
- Wir unterstützen ehrenamtlich, unentgeltlich und unterliegen der Schweigepflicht.
- Wir helfen und begleiten unabhängig von Religion, Herkunft und sozialer Situation.
- Pflegerische oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten gehören nicht zu unseren Aufgaben. Wir arbeiten jedoch in engem Austausch mit Pflegediensten, Pflegeeinrichtungen, Ärzten, Seelsorgern, Krankenhäusern oder auch dem stationären St. Elisabeth Hospiz Witten.
Wir sind Kooperationspartner im „Palliativnetz Witten e. V.“ und im „Palliativnetzwerk EN-Süd und Hattingen e. V.“ - Unsere Begleitung ist kostenfrei.
Unsere speziellen Angebote
Statt Blumen
Vor einem Jahr haben wir die Eröffnung des leerstehenden Blumenladens auf dem ev. Friedhof an der Pferdebachstrasse gefeiert. Inzwischen schauen wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Wir öffnen die Tür für alle Menschen, die Abschied nehmen müssen, die reden möchten, die Fragen haben und die ausruhen möchten.
Dazu bieten wir einen Ort der Ruhe, des Zuhörens, des Redens und des Schweigens.
Wir sind sehr gerne vor Ort, weil wir wissen, wie wichtig einfühlsame Gespräche in Zeiten der Trauer und des Umbruchs sind: wie Balsam für die
Seele.
Wir laden ganz herzlich ein, uns zu besuchen. Sie brauchen keinen Termin, müssen nichts mitbringen, nichts bezahlen.
Unsere Begegnungsstätte „Statt Blumen“ ist
montags, dienstags, mittwochs und freitags von 10-12 Uhr
und donnerstags von 14 -16 Uhr geöffnet.
Sie finden uns am Haupteingang des ev. Friedhofes
Pferdebachstr. 48, 58455 Witten
Es ist schön, gemeinsam unterwegs zu sein!
Hospiz macht Schule & Hospiz macht Schule weiter ...
Leben und Sterben, Tod und Trauer auf dem Stundenplan einer Schule? Alles andere als ein einfacher Stoff, aber einer, den viele Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse und mit Leichtigkeit bewältigen. Schließlich werden sie dabei von speziell geschulten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen e.V. intensiv begleitet. Ziel der beiden Projekte „Hospiz macht Schule“ (für Grundschüler) sowie „Hospiz macht Schule weiter…“ (für weiterführende Schulen und Berufsschulen) ist es zu vermitteln, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind.
Hospiz macht Schule: Seit 2012 führt der Ambulante Hospizdienst Witten-Hattingen jährlich zwei bis drei Projekte an Grundschulen im Ennepe-Ruhr-Kreis durch. Das Projekt richtet sich vornehmlich an Kinder der 3. und 4. Klassen. Mindestens fünf ehrenamtliche, erfahrene Hospizhelferinnen und Helfer gehen dazu für fünf Tage gemeinsam als Team in eine Schulklasse. In Kleingruppen kommen die Kinder ausreichend zu Wort und können ihre Fragen in diesem geschützten Rahmen offen stellen.
Die Projektwoche hat an jedem Tag einen neuen Themenschwerpunkt:
- Tag: Werden und Vergehen – Wandlungserfahrungen
- Tag: Krankheit und Leid
- Tag: Sterben und Tod
- Tag: Vom Traurig-Sein
- Tag: Trost und Trösten
Die Themenschwerpunkte werden den Grundschülerinnen und Grundschülern sach- und altersangemessen mit Geschichten, Bilderbüchern und Filmausschnitten nahe gebracht. Die Auseinandersetzung erfolgt in Kleingruppen. Es entstehen Collagen, pantomimisch werden eigene Gefühle bei Krankheit dargestellt. Fantasiereisen, Meditationen sowie der Umgang mit Farben und Musik ergänzen das konkrete Handeln der Kinder. Die Kinder lernen darüber hinaus auch Jenseitsvorstellungen anderer Religionen kennen. Die Ergebnisse der einzelnen Tage werden bei einem Abschlussfest am letzten Tag den Eltern präsentiert.
Ansprechpartnerinnen sind alle vier Koordinatorinnen.
Hospiz macht Schule weiter …: Seit kurzem gibt es das Projekt „Hospiz macht Schule weiter“, das sich gezielt an Jugendliche, ihre Eltern und Lehrende in weiterführenden Schulen und Berufsschulen richtet. Anders als die einwöchige Projektwoche an Grundschulen ist hier nicht nur die Laufzeit kürzer. Das Besondere ist, dass die Jugendlichen die Inhalte teilweise selbst erarbeiten. Zudem werden Lehrer speziell geschult, so dass langfristig ein Krisenmanagementteam an den jeweiligen Schulen aufgebaut werden kann.
Ansprechpartnerin ist Silvia Kaniut, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen, die Sie unter 0174 – 9 79 70 29 erreichen.
Trauercafé
In den Sommerferien findet das Trauercafe nicht statt.
“ … doch mit dem Tod der andern muss man leben“ (M. Kaleko)
Das Trauercafe in Witten findet an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat von 10.00 – 11.30 Uhr (außer an Feiertagen) im Zentrum für Kinder- und Jugend-Trauerarbeit in Witten, Lutherstraße 6, statt.
Es lädt Zugehörige mit Verlusterfahrungen eines geliebten Menschen ein.
Trauer ist keine Krankheit, aber sie kann krank machen, wenn sie nicht beachtet wird. Mit dem Verlust zu leben, zu hören und zu erfahren, wie andere Betroffene mit dem Thema umgehen, Unterstützung zu geben und anzunehmen: das sind die zentralen Themen des Trauercafes in Witten.
Die Moderation und Leitung übernehmen erfahrene Trauerbegleiter: innen, die sich sensibel und einfühlsam den Teilnehmenden zuwenden.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Weitere Informationen erhalten Sie gerne im Hospizbüro in Witten unter:
0174 97 26 26 5
Mit freundlichen Grüßen im Namen des Teams
Susanne Gramatke
Ambulanter Hospizdienst Witten-Hattingen e.V.
Pferdebachstr. 39 a
58455 Witten
Mobil: 0174 9726265
www.ahd-wh.de
Termine von September bis Dezember 2025
02.09.2025
16.09.2025
07.10.2025
21.10.2025
04.11.2025
18.11.2025
02.12.2025
16.12.2025
Hospizhelfer mit Hund
Nicht nur unsere mehr als 60 ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und Helfer begleiten schwer Kranke und Sterbende auf ihrem letzten Weg. Trost und Anregung kommt bei uns auf Wunsch auch auf vier Pfoten daher: Denn zwei Hospizhelferinnen haben speziell ausgebildete Hunde, die sie auf Wunsch der Betroffenen gerne bei ihren Besuchen mitbringen.
Der Besuchsdienst mit Hund ist offen für alle, Interessierte können sich gerne bei unseren vier Koordinatorinnen melden.
Video z.T. Hospiz macht Schule
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